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The Volkswagen Scam

Next morning in office, back to “normal Delhi life”, my colleagues greeted me with a Faustian smile and the latest news: “the Volkswagen Scam”. Volkswagen had a special software built into the diesel engines of 11 million vehicles to pass the US emission tests. Under normal conditions these emission controllers were switched off for enhanced performance, exceeding then by forty times the emission of nitrogen oxide pollutants permitted by law. My little scam stories from Jaipur faded away in view of this outrageous and shameless fraud.
I don’t know about the reception in the german media, but by the time of this blog (20/10-15) the repercussion has presumably already dwindled. Here are some background facts why we should be seriously concerned:

  • The car industry is by far the most important and largest industry sector in Germany, in terms of revenues (about 400 bn€/yr.) as well as in terms of employees (about 1 million), making up for more than half of Germany’s export surplus and more than 40% of expenditures in german R&D.
  • Volkswagen, with 10 million cars produced and a revenue of 202bn€ in 2014, is the largest car manufacturer globally.
  • Interest links between industry and politics are strong: since years, to the increasing irritation of the public, chancellor Merkel is stalling the European legislation for more restrictive emission standards in private transport “to prevent damage to the high-end segment of german limousines” while greenwashing the sector with a few costly electric vehicles and “the German Energiewende”. We highlighted this already in an open letter to Dirk Niebel – Mr. Niebel expectedly never answered, but rather shifted from development aid to work as lobbyist for arms shortly after.
  • The revealed fraud is a scandal, proving the cynic recklessness of some business over social and environmental norms. I hope that those responsible will be brought to civil justice.
  • Ankunft

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    Der Flug führte über die schmale Landbrücke der Türkei direkt in den Orient, Georgien und Aserbaidschan, Iran, Turkmenistan, Afghanistan, dann über Pakistan nach Delhi. Die Städtenamen, die ich auf dem Display mitverfolgte, klangen nach den Märchen von Tausendundeiner Nacht: Baku, Tiblisi, Taschkent, Kabul, Islamabad… Nach wolkenlosen, wunderschönen Ausblicken auf den Kaukasus und die karge Berglandschaft Irans im milden Licht des Sonnenuntergangs tauchten wir ein in die Nacht. Die in weiten Abständen auf der schwarzen Folie ausgestreuten, filigranen Lichterketten zivilisatorischer Ansammlungen wirkten so zart und verletzlich:  wie sensibel sind doch diese Netzwerke von Strom, Daten, Wasser, pulsierendem Verkehr, diese Polster,  die uns wie Watte einhüllen,  uns vom reinen Existieren abfedern, wie angreifbar und provisorisch diese komplexen Strukturen, die wir auf die Oberfläche der Welt gelegt haben!
    Gegen Mitternacht Lokalzeit, nach 6390 Flugkilomotern, landete das Flugzeug in Neu-Delhi. Eine schwüle Hitze schlug mir entgegen, die schwere Luft der Monsunmonate, die mir noch bis Ende September zusetzen würde. Nach dem anstandslosen Passieren der Schalterbeamten, die ihre schwarzen Schnurrbärte zwirbelten, empfing mich sehr freundlich eine kleine Delegation, der Firmengründer und ein Mitarbeiter, die ich bereits in den iterierten Internetinterviews kennengelernt hatte.
    Vorbei an streunenden Hunden und Müllsammlern mit hölzernen Handkarren fuhren wir in eine umzäunte Wohnsiedlung, zum guesthouse.
    In den Gassen drehte ein mit einem Bambusstock bewaffneter, in regelmäßigen Abständen laut pfeifender Wächter seine Runden, während sich Geckos an den verhüllten Fenstern meines einfachen, komfortablen und klimatisierten Zimmers entlanghangelten.

    Ferne Annäherungen

    Indien-Lektüren

    Indien-Lektüren

    Welches Bild haben wir, habe ich von Indien?

    Nachmittage mit dem überschaubaren Bestand indischer Reisebücher in der heimatlichen Stadtbibliothek ergaben den einschlägigen Stichwortkatalog: Sehnsuchtsort der Sinnsucher, “Subkontinent” der Extreme, mit derzeit 1,3 Milliarden Menschen bevölkerungsreichste Demokratie der Welt, Paradies vegetarischen Essens, orientalischer Zauber des marmornen Mausoleums Taj Mahal (“die Träne auf der Wange der Zeit”), Straßenchaos mit wilden Rikscharadlern, farbig leuchtenden Saris und zwingender Armut. So fremd und fern klangen die papiernen Boten, daß ich oft mit ungläubigem Erstaunen ihr junges Erscheinungsdatum zur Kenntnis nahm.
    Die finale Zusage auf meine ungefähr ausgestreute Bewerbung als “Data Scientist” einer indischen Firma im Energiebereich verursachte eine gewisse Verlegenheit. In den Lebensläufen der hoffnungsvollen ‘young professionals’ meiner Generation ist Indien, anders als China, Hongkong, Usa, Japan, Singapur, Südkorea vielleicht, nicht unbedingt ein Pflichteintrag. Die Resonanz in meinem Freundeskreis bildete das Spektrum von verhaltener Zustimmung bis Ermutigung ab: Sigi wurde mein “Tatendrang zunehmend unheimlich”, Mark riet zur Bedachtsamkeit, Julia stimmte spontan ein indisches Wiegenlied an. Und Cordula und Michael gestalteten einen festlichen Indien-Abend mit ihren Bildern und Eindrücken von ’82.
    In den nächsten Monaten werde ich selbst eintauchen in diese
    vexierende Welt, werde meine eigene Spur neben die der Reiseführer legen. An meinen Erkundungen und Erfahrungen möchte ich mit diesen Beiträgen teilhaben lassen.